Die Herforder Gruppe von Amnesty International veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule im Kreis Herford am 13. Juli 2026 um 19 Uhr in den Räumen der VHS, Am Münsterkirchplatz 1 in 32052 Herford eine Lesung von Gharbi M. Mustava.
Der Eintritt ist entgeldfrei.
Gharbi M. Mustafa erzählt über das Heranwachsen eines kurdischen Jungen, Hamko, im Irak in den 1980er und ’90er Jahren. Es ist eine sehr persönliche Geschichte, erzählt aus Hamkos Sicht. Hamko lebt mit seiner Familie in Mossul. Der Tag seiner Einschulung wird für ihn zu einem prägenden Erlebnis, er bekommt deutlich zu verstehen, dass er nicht dazu gehört. Die arabischstämmigen Iraker verachten alles Kurdische. Er wird zur Zielscheibe für Beleidigungen und Schläge und muss lernen, sich zu behaupten. Später dann darf die Familie in die Berge, in die Kurdengebiete im Nordirak auswandern, wo er bald Freunde gewinnt und sich zum ersten Mal zuhause fühlt. Doch auch hier ist niemand vor den Schergen des Regimes sicher. Und dann beginnt der Irak-Krieg, und eine Welt bricht zusammen… Die Geschichte erzählt vom Erwachsenwerden in einer patriarchalen und von Traditionen geprägten Gesellschaft, von Jungenstreichen und der ersten zaghaften Liebe, von der Suche nach der eigenen Identität und dem Ausbrechen aus familiären und kulturellen Zwängen.
Gleichzeitig steht diese Geschichte auch exemplarisch für das Schicksal des kurdischen Volkes im Irak unter Saddam Hussein, das bestimmt ist durch systematische Unterdrückung und Gewalt, vergebliche Hoffnung und Vertreibung.
Hier der weiterführende Link zur VHS im Kreis Herford: https://vhsimkreisherford.de/kurse/politik-gesellschaft-geschichte/kurs/Wenn+Berge+weinen/nr/26-10010/bereich/details/kat/1/#inhalt
